Wenn ein Welpe neu ins Haus zieht, dann muss man unweigerlich damit rechnen, dass der kleine Hund seine Blase noch nicht zu hundert Prozent unter Kontrolle hat. Auch wenn ein älterer Hund das künftige Familienleben bereichert, kann es vorkommen, dieser noch nicht stubenrein ist. Welche Methoden, Tipps und Trick es gibt, damit man den Hund stubenrein bekommen kann, möchten wir Euch nun aufzeigen.


Den Hund stubenrein bekommen – Tipps und Tricks

Training ab dem ersten Tag muss sein

Es wird ja immer geraten, sich Urlaub zu nehmen, sobald ein Welpe ins Haus kommt. Zumindest sollte eine Bezugsperson des kleinen Welpen stets daheim sein und das hat auch einen Grund. Damit man den Hund stubenrein bekommen kann, benötigt der frisch gebackene Hundehalter viel Zeit.

Gerade in den ersten paar Tagen werden Herrchen und Frauchen die meiste Zeit damit verbringen, permanent mit dem Hündchen ins Freie zu laufen, damit der kleine Vierbeiner schön sein Geschäft draußen verrichten kann.

Die Faustregel lautet: „Nach jedem Fressen, nach jedem Nickerchen und nach jedem aufregenden Spiel muss der Hund raus.“ Welpen haben eine sehr kleine Blase und können ihr Pipi noch nicht wirklich halten und kontrollieren. Etwa alle 2 Stunden muss der Hund raus.


Wie oft der Hund muss, lässt sich anhand einer kleinen Merkformel erklären:

  • Welpen bis zu einem Alter von von 3 Monaten müssen alle 2 Stunden raus.
  • Mit drei bis vier Monaten können die Welpen etwa drei Stunden die Blase halten.
  • Mit einem Alter von fünf bis sechs Monate klappt dies schon für vier Stunden.

Die Wahl des idealen Platzes

Zu Beginn sollte man mit dem Hund ständig an den selben Ort gehen, an dem er sich entleeren darf und soll. Dieser Platz sollte ruhig sein, damit sich das Tier auch entspannen kann und gerne löst. Auch ist es wichtig, ihm nun ein Plätzchen anzutrainieren, an dem er auch später sein Geschäft verrichten darf.

Tabu sollten also auch während der Lernphase Spielplätze, Sandkästen und Bürgersteige sein. Hoch frequentierte Strassen tragen nicht dazu bei, dass sich der Vierbeiner in Ruhe lösen kann. Wird er zu sehr von anderen Einflüssen abgelenkt, so vergisst er gerne, dass er muss. Auch darf kein Hundehalter erwarten, dass der Hund sofort und auf Kommando sein Geschäft verrichtet.

Auch wenn die zwei Stunden um sind und im Haus nichts passiert ist, dann dauert es im Freien oft noch ein Weilchen, bis das Tier auch wirklich kann. Auch hier sollte man unbedingt geduldig sein, die Fellnase schnuppern lassen und trotzdem konsequent warten, bis das Ziel erreicht ist. Hat es dann endlich geklappt, ist freudiges Loben wieder oberstes Gebot.

Wichtig ist, dass der Welpe anfangs natürlich rasch ins Freie getragen wird. Später sollte er aber selbst mit hinaus laufen, damit er sich den Weg merkt und diesen auch mit dem großen und kleinen Geschäft assoziiert. Es wird nicht lange dauern und der kleine Racker wird, sobald die Blase drückt, von selbst aufgeregt zur Türe laufen.


Leckerlis beschleunigen den Lernprozess

Schnell findet man als aufmerksamer Hundehalter heraus, mit welchen Leckerlis man dem Vierbeiner eine besondere Freude macht. Genau diese Belohnung erhält der Vierbeiner ausschließlich, wenn ihm sein Geschäft am gewünschten Ort gelungen ist. So verbindet der Hund dies immer mit etwas Positivem und will diese Belohnung jedes Mal erreichen.

Hunde stubenrein bekommen kann durch Leckerchen gelingen.

Zusätzlich zu den Leckerlis muss der Hund immer mit freudigen Worten überhäuft werden. Dazu sollten Herrchen und Frauchen in eine helle und höhe Tonlage verfallen und können ruhig in einer Art Babysprache mit dem Hund reden. Dabei die Fellnase ruhig so sehr loben, als ob er gerade die Formel für den Weltfrieden gefunden hätte.

Auch sollte man sich angewöhnen, den Hund mit ganz speziellen Kommandos zu animieren. Wie Kommandos für „Sitz“ und „Platz“ erlernt der Vierbeiner auch ziemlich rasch, auf einen Befehl wie „Pipi“ oder „Mach“ zu reagieren.


Das richtige Verhalten in der Nacht

Hunde sind absolut saubere Lebewesen und egal ob Welpe oder adulter Hund, keiner möchte freiwillig sein eigenes Bettchen beschmutzen. Am besten lässt man den Hund nun in einer Box, einem hohen Karton, einer großen und gemütlichen Plastikwanne oder hinter einem Gatter schlafen.

Wichtig ist, dass dieser Schlafplatz wirklich angenehm und komfortabel gestaltet ist und mit Decken und Kissen ausgestattet wird. Verspürt der Vierbeiner nun während der Nacht, dass er muss, wird er sich garantiert melden. Dafür ist natürlich wichtig, dass sie von Herrchen und Frauchen auch gehört werden.

Der Schlafplatz des Hundes sollte nun also in Hörweite des menschlichen Schlafzimmer sein. Wenn es nämlich öfter vorkommt, dass sich der Hund nachts meldet und nicht gehört wird, verliert er das Vertrauen in seinen Hundehalter. Dann könnte diese Methode absolut kontraproduktiv sein.


Dieses Video gibt weitere Tipps, wie ihr Welpen stubenrein bekommt:


So werden auch adulte Hunde stubenrein

Auch wenn man einen adulten Hund bei sich aufnimmt, kann man nicht erwarten, dass er direkt weiß, wo er sein Geschäft zu verrichten hat. Darum ist es auch hier wichtig, dass man sich genügend Freizeit für die Periode des Einzugs nimmt.

Ein erwachsener Hund kommt in der Regel mit drei bis vier Gassirunden pro Tag gut aus, ohne dass er sein Geschäft im Haus verrichten muss. Dazu sollte man aber das Verhalten des Tieres kennenlernen und wissen, wann er muss.

Wer einen ängstlichen, ausgewachsenen Hund bei sich aufgenommen hat, muss zuerst am Vertrauen arbeiten. Auch hier ist Geduld und viel Liebe obligatorisch. Gerade bei diesen Hunden muss man auf alle Anzeichen achten, die vielleicht sagen: „Frauchen ich muss mal“.

Auch sollte man die Mahlzeiten gut auf die letzte Gassirunde abstimmen. Wer seinen Hund abends um 22 Uhr das letzte Mal füttert und nach einer halben Stunde nicht mehr mit ihm ins Freie geht, darf sich über ein Missgeschick nicht wundern. Am besten ist es, die Hunde am frühen Abend das letzte Mal zu füttern und kurz vor dem Zubettgehen eine letzte Gassirunde einzulegen.


Zusammenfassung: Absolute Dos und Dont’s der Erzieung

#Dos

Wird das Geschäft draußen erledigt, ist das überschwängliche Loben des Welpen Pflicht. Auch kann der Kleine zusätzlich mit einem Leckerli belohnt werden.

Bei einem Missgeschick ist angesagt. Am besten sollte man die Stelle mit Essig oder Hygiene Reiniger säubern.

Ist der Hund schon mehr als 4 oder 5 Monate alt und hat erste Kommandos gelernt, dann sollte man sein Fehlverhalten dennoch mit einem „Nein“, „Aus“, „Pfui“ oder Ähnlichem kommentieren.

#Dont’s

Wenn ab und an was daneben geht, darf der kleine Hund auf keinen Fall mit der Nase in seine Pfütze getaucht werden. Dies sorgt nur dafür, dass er verwirrt wird und ängstlich reagieren kann. Jene Methode kann sogar der Auslöser dafür sein, dass der Hund plötzlich ein sogenannter Angsthund wird, der sich in für ihn erschreckenden Situationen stets bepieselt.

Auch kann das Bestrafen schuld daran sein, wenn sich der Hund  beim stundenlangen Spazierengehen nicht lösen kann und will. Er hat nun ständig Angst, für sein Geschäft bestraft zu werden und wird dies nur verrichten, wenn er sich unbeobachtet fühlt.


Fazit: Den Hund stubenrein bekommen 

Das Training mit einem kleinen und jungen Hund dauert meist nur wenige Wochen.  In den meisten Fällen ist es relativ stressfrei, den Hund stubenrein bekommen. Die meisten Tiere mögen es selbst nicht, wenn sie ihre eigene Umgebung beschmutzen und machen garantiert nicht mit Absicht ins Haus.

Sie sind es halt vom Babynest gewohnt, dass die Hundemama sicher und zuverlässig Pipi und großes Geschäft beseitigt.Wer sich an die folgenden Punkte hält, wird garantiert bald einen Erfolg sehen und einem entspannten gemeinsamen Leben steht nichts im Weg:

  • Geduld und Liebe
  • Konsequentes ins Freie gehen
  • Welpen gemäß ihres Alters immer ins Freie bringen
  • Nach dem Essen, Spielen und Schlafen – raus
  • Auch nachts mit dem Hund alle 3 bis 4 Stunden raus gehen
  • Den Hund stubenrein bekommen durch loben, loben, loben
  • Immer Leckerlis zur Belohnung dabei haben
  • Auch mit erwachsenen Hunden öfter hinausgehen
  • Dem Tier eine Box oder einen geschlossenen Schlafplatz bieten
  • Nicht bestrafen
  • Missgeschick wortlos wegputzen
  • Stellen gut säubern, am besten mit Essig oder Hygienereiniger wie Chlor oder Dettol
  • Nicht verzweifeln, Vertrauen aufbauen – der Hund spürt Ungeduld und Wut sehr gut und reagiert mit Angst und Verstörtheit