Selbstgemachte Hundehalsbänder sind gerade absolut in Mode. Doch wie kann man ein Hundehalsband selber machen, welche Materialien eignen sich besonders gut und mit wie viel Arbeitsaufwand muss man rechnen? All diese spannenden Fragen um dieses Thema werden wir in diesem Artikel erörtern.

Hundehalsband selber machen – Anleitungen


1.  Halsband und Leine aus Paracord

Diese Materialien werden benötigt, um das Hundehalsband selber machen zu können:

  • Parachord
  • Karabinerhaken
  • Rundringe
  • D-Ringe
  • Steckschließer

Paracord ist auch unter dem Namen Parachute Cord oder 550 Cord bekannt. Dieses Seil aus Nylon ist besonders reißfest und wurde im zweiten Weltkrieg für Fallschirme verwendet. Hundehalter können sich also sicher sein, dass Halsbänder und Leinen aus diesem Material garantiert sicher für den vierbeinigen Liebling sind. Da diese Seile auch einigermaßen elastisch sind, sind sie geradezu prädestiniert dafür, Hundehalsbänder daraus zu flechten.

Man besorgt sich diese Seile in den gewünschten Farben. Zusätzlich benötigt man für ein tolles Halsband und Leinen Set noch Karabinerhaken, Rundringe, D-Ringe und am besten sogenannte Steckschließer als Verschluss. Diese sind in der Regel aus stabilem Plastik gefertigt, aber auch in Varianten aus Metall und Edelstahl erhältlich.

Im Internet, in Bastelläden, im Zoofachhandel und sogar in einigen Baumärkten findet man mittlerweile fix fertige Sets, die alles beinhalten was für die Herstellung der Hundehalsbänder benötigt wird.

Aus den Paracord-Seilen werden nun die Halsbänder und die Leine geflochten. Der Fantasie sind sowohl bei den Farben als auch bei den unterschiedlichsten Mustern keine Grenzen gesetzt. Mittlerweile gibt es mehr als hundert Anleitungen für aufwendige und auch einfache Muster, die aus diesen Nylonseilen geflochten werden können.

Dieses Video zeigt Dir im Detail, wie ein Halsband aus Paracord gebastelt werden kann:


2. Selbst genähtes Halsband

Diese Materialien werden benötigt, um das Hundehalsband selber machen zu können:

  • Webband
  • Gurtband
  • Rundringe
  • D-Ringe
  • Schließe
  • Nähmaschine

Die gängigsten Hundehalsbänder werden aus Gurtband und Webband selbst genäht. Die Webbänder sind in den unterschiedlichsten Farben erhältlich. Auch gibt es zahlreiche Motive, die auf diesen Webbändern abgebildet sind. Sie reichen von Symbolen über Comic-Figuren bis hin zu Schriftzügen, die man sich individuell anfertigen lassen kann.

Wichtig ist, dass man sich hier nicht nur das Gurtband und das Webband in der richtigen Länge besorgt, sondern auch darauf achtet, dass dieses Hundehalsband ordentlich gepolstert wird. Nur so stellt man sicher, dass es den Vierbeiner später nicht unangenehm aufscheuert.

Mit den Rundringen, den D-Ringen, der Schließe und einer Nähmaschine sind attraktive Hundehalsbänder im Handumdrehen selbst genäht. Bei diesen Gurtbändern sollte man zusätzlich darauf achten, dass die Zuschnitte und Enden ordentlich abgeflämmt werden, um Ausfransen zu vermeiden.

Auf Gurtbänder können auch kleine Tüchlein im Bandana-Style aufgenäht werden. Auch Krawatten und Fliegen im eleganten Anzug-Stil lassen sich auf diese Bänder aufnähen. Der Fantasie sind hier ebenfalls keine Grenzen gesetzt und mit nur wenig Aufwand und etwas Geschick besitzt der Vierbeiner nun Halsbänder für jeden Anlass.

Besonders beliebt sind Halsbänder mit aufgenähter Krawatte, wenn die Fellnase zu Veranstaltungen wie Hochzeiten, Taufen oder Jubiläen mitkommen darf.

Eine Anleitung für diese tollen Halsbänder gibt es hier:


3. Hundehalsband aus Perlen und Pailletten

Um das Hundehalsband selber machen zu können, benötigt man folgende Materialien:

  • Paracord Nylon
  • Perlen, Steinchen
  • Rundringe
  • D-Ringe
  • Steckschließer

Wer ein besonders feminines Hundehalsband für die geliebte Hündin herstellen will, wird gerne auf die Idee mit Perlen und Pailletten zurückgreifen. Für diese Halsbänder müssen unbedingt sehr stabile Seile, am besten Paracord Nylon, verwendet werden. Denn die Hündin soll das schöne neue Halsband nicht schon beim ersten Toben im Garten wieder verlieren.

Um ein fertiges Halsband zu erhalten, werden wie bei den vorherigen Halsbändern zusätzlich Karabinerhaken, Rundringe, D-Ringe und Steckschließer benötigt. Das Video der der ersten Anleitung zeigt dabei Schritt für Schritt, wie das „Grundgerüst“ des Halsbands gebastelt werden kann.

Auf diese reißfesten Nylonschnüre werden nun Perlen, Steinchen und Pailletten aufgefädelt und schöne Muster erzeugt. Fortgeschrittene Bastler unter den Hundehaltern kombinieren aufwendige Knüpfmuster mit bunten Steinchen und Perlen. Dabei muss jegliche Gefahr ausgeschlossen werden, dass sich der Vierbeiner an lockeren Kleinteilen verschlucken kann.


4. Hundehalsband mit Gürtelschnallen

Mit diesen Materialien kannst Du das Hundehalsband selber machen:

  • 2 Gürtel
  • Polsterung
  • D-Ring

Diese Halsbänder für den vierbeinigen Liebling kann man aus schmalen (für große und kräftige Hunde auch aus breiteren) Gürteln selbst herstellen. Dazu werden lediglich unterschiedliche Gürtel benötigt, die man am freien Ende (also am anderen Ende der Gürtelschnalle) auf die optimale Länge kürzt.

Auf die Innenseite des Gürtel wird nun eine komfortable Polsterung genäht, geklebt oder geschweißt (für letzteres kann eine Heißklebepistole verwendet werden). Wichtig bei einem Halsband in Gürtel-Optik ist, dass der D-Ring, an welchem später die Leine befestigt wird, sich unmittelbar an der Schnalle befindet.

Dadurch wird verhindert, dass später die Schnalle oder gar der Dorn des Verschlusses gegen den Hals oder den Kehlkopf des kleinen Lieblings drückt.


5. Loop/Schlauchschal: Trend der kommenden Saison

Diese Materialien benötigst Du, um das Halsband zu basteln:

  • Jersey-Stoff
  • Fleece-Stoff

Menschen finden Loops ja schon seit einiger Zeit absolut hip, doch nun soll auch der vierbeinige Begleiter diese modischen und angesagten Kleidungsstücke bekommen. Sehr chic finden dies viele Hundehalter, weil sie mit diesen selbst genähten Schals auch immer im Partnerlook mit ihrem Vierbeiner auftreten können. Loops, wie die Schlauchschals bezeichnet werden, können aus Stoff genäht werden, aber Hundehalter mit geschickten Fingern können diese auch stricken oder häkeln.

Die Loops sind aber kein Ersatz für Halsbänder an denen Leinen befestigt werden, da sie einfach zu instabil sind, und wirklich nur der Optik dienen. Manche Hunde, die im Winter sehr anfällig für Erkältungen sind, sollten diese modischen Accessoires aber auch aus gesundheitlichen Gründen tragen.

Dieses Video zeigt, wie ein einfacher Loop problemlos gemacht werden kann:


6. Bernstein-Halsband gegen Zecken

Zur Herstellung eines Bernstein-Halsbands werden benötigt:

  • Nylonschnüre
  • Paracord-Seilen
  • Rundringe
  • D-Ringe
  • Karabiner
  • Vorgelochte Bernsteine

Viele Hundebesitzer schwören auf die Kraft des Bernsteins gegen Zecken und Parasiten. Warum nicht auch ein Bernstein-Hundehalsband selbst machen? Dafür besorgt man sich am besten vorgelochte Steine, die anschließend auf die passenden, reißfesten Nylonschnüre aufgefädelt werden.

Diese kann man nun ebenfalls wieder mit Paracord Seilen zu stylischen Halsbändern flechten, mit Rundringen und D-Ringen und einem stabilen Karabiner versehen, und schon hat man sein eigenes Bernstein Hundehalsband.

Inspiration für die Grundform des Halsbands geben dabei die Anleitungen 1-4.

Als Hundehalsband bietet sich auch Bernstein an.


7. Einem fertigen Halsband die persönliche Note verleihen

Zur Verzierung bereits fertiger Halsbänder eignen sich zum Beispiel:

  • Prägstempel Set für Leder (Buchstaben und Zeichen)
  • Leder/Kunststoffstift (je nach Halsband-Material)
  • Steinchen, Pailetten, Perlen
  • individuelle Anhänger

Die einfachste Variante, den Hundehalsbändern eine ganz persönliche Note zu verleihen, ist, bestehende Halsbänder mit den jeweiligen Namen der Vierbeiner zu versehen. Dazu eignen sich vor allem Halsbänder aus Leder hervorragend. In jedem Baumarkt gibt es diese Sets, mit deren Hilfe man Namen und auch kleine Muster ins Leder prägen kann.

Diese Sets sind nicht teuer und enthalten meist Buchstaben auf sogenannten Punzier-Eisen und sämtliche Utensilien, die man benötigt. Mit einem kleinen Hammer werden nun die Namen oder Verzierungen ins Leder eingeprägt. Das Gute daran ist, dass man diese Sets immer wieder verwenden kann.

Wer eine besonders schöne Schrift hat oder im Zeichnen talentiert ist, der kann sich auch Stifte besorgen, mit denen man auf Leder oder auf Kunststoff schreiben kann. Diese müssen unbedingt absolut ungiftig sein und sollten auch wasserfest sein. Nun können die bereits vorhandenen Halsbänder der Vierbeiner mit kleinen Zeichnungen und den Namen versehen werden.

Auch können Lederhalsbänder oder Halsbänder aus Kunststoff mit Nieten versehen werden. Dafür benötigt man ebenfalls nur ein passendes Gerät aus dem hiesigen Baumarkt. Auch dieses Werkzeug kann man immer wieder verwenden und eigene Gürtel, Taschen, Schuhe und Armbänder damit verzieren.

Ebenfalls eine Ruck-zuck Methode zum Basteln und Verschönern bereits vorhandener Halsbänder ist das Bekleben mit Steinchen, Pailletten und Perlen. Diese müssen aber unbedingt mit einem Klebstoff befestigt werden, der bombensicher hält, damit sich der Vierbeiner nicht an heruntergeknabberten Einzelteilen verschluckt.

Nicht nur die obligatorische Hundemarke findet Platz auf einem selbst gebastelten Hundehalsband. Auch individuelle Anhänger mit frechen oder schönen Sprüchen, Steine, die eine schützende oder heilende Wirkung haben sollen sowie kleine Schutzengel hängen Hundehalter gerne an diese selbst gemachten Halsbänder.

Der West Highland Terrier ist eine wirklich besonders süsse Hunderasse.


Hundehalsband selber machen – Fazit

Generell kann Jeder individuelle Halsbänder für den geliebten Vierbeiner selber herstellen. Dazu benötigt man weder großes handwerkliches Geschick noch viele Vorkenntnisse. Lediglich sollte man sich stets gut überlegen, zu welchen Zwecken die Halsbänder verwendet werden. Dabei geht es vor allem um die Sicherheit für den Vierbeiner. Man unterscheidet zwischen Halsbändern, die rein dekorative Zwecke erfüllen sollen und Halsbänder, die zum Halten und Führen gedacht sind.

Während bei reinen Deko-Halsbändern die Optik im Vordergrund steht, muss bei den anderen Halsbändern ein besonderes Augenmerk auf Reißfestigkeit und Stabilität gesetzt werden. Auch dürfen sich weder vom einen noch vom anderen Halsband Teile lösen, welche der Hund verschlucken kann. Ebenso dürfen die Halsbänder nicht scheuern und sollten wirklich aus gut hautverträglichen Materialien gefertigt werden.

Der Vorteil von selbst gemachten Halsbändern ist natürlich, dass sie der tatsächlichen Halsweite des Vierbeiners optimal angepasst werden können. Dies ist gerade bei Welpen oder sehr kleinen Hunderassen oft ein immenses Plus. Halter von kleinen Chihuahuas oder Yorkshire Terriers können ein Lied davon singen, wie viele Halsbänder man unnötigerweise kauft, weil einfach alles zu groß ist.

Ein weiterer Vorteil ist, dass man sich der Stabilität von Paracord zum Beispiel sehr sicher sein kann. Material, welches für militärische Zwecke hergestellt wurde, hält auch dem kräftigsten Bulli und dem verspieltesten Retriever stand.

Last but not least zählt auch der individuelle Geschmack. Denn wer selbst viel Wert auf Mode und passende Accessoires legt, der möchte auch dem Vierbeiner etwas Besonderes bieten. Zudem sind selbst gemachte Hundehalsbänder, Leinen und auch Geschirre ein tolles Geschenk für Hundeliebhaber. Nichts freut einen Hundehalter mehr als ein Geschenk, welches eigentlich für seinen vierbeinigen Liebling gedacht ist.

Das war unser Artikel über „Hundehalsband selber machen“. Wir hoffen, dass euch die Anleitungen gefallen. Wer selber Hundespielzeug machen will, wird übrigens hier fündig.