Der Schnoodle ist eine Kreuzung aus Zwergschnauzer und Zwergpudel. In seiner besten Form vereint er die Intelligenz des Zwergschnauzers und des Pudels, die Kühnheit des Schnauzers sowie die Freundlichkeit und manchmal auch die Eitelkeit des Pudels. Er ist in der Regel ein kleiner Hund mit einem Gewicht von 10 bis 20 Pfund und hat ein lockiges Fell, das regelmäßig geschnitten werden muss.

Der Schnoodle ist eine der beliebtesten Hybrid-Hunderassen.

Der Charakter des Schnoodle

Schnoodles sind charmant, witzig und pfiffig und ihre aufmerksame Art – dank der doppelten Portion Schnauzer- und Pudelaufmerksamkeit – macht sie zu exzellenten Wachhunden.

Das Temperament des Schnoodles hängt insbesondere von dem Temperament seiner Eltern (insbesondere der Mutter, die das Verhalten eines Welpen am ehesten beeinflussen kann) ab. Grundsätzlich sind sowohl Zwergschnauzer als auch Pudel eher freundlich und kontaktfreudig. Nicht nur deshalb lieben Schnoddles Menschen und müssen im Haus leben, niemals im Freien.

Schnoodles haben ein gemäßigtes Aktivitätsniveau, das sich dem Lebensstil ihres Besitzers anpasst. Sie brauchen jeden Tag einen schönen Spaziergang und aktive Spielzeit. Einige Schnoodles lieben es, im Rampenlicht zu stehen, und wenn es die allgemeine Gesundheit zulässt, machen sie sich gut in Hundesportarten wie Agility, Flyball, Gehorsam und Rallye.

Bei der Auswahl des Welpen solltest Du intensiv mit dem Züchter sprechen und genau beschreiben, was Du von einem Hund erhoffst. Züchter sehen die Welpen täglich und können unheimlich genaue Empfehlungen geben, wenn Du etwas über ihren Lebensstil und Ihre Persönlichkeit wissen möchtest.

Was auch immer Du von einem Schnoodle erwartest, suche nach einem Welpen, dessen Eltern nette Persönlichkeiten haben und der seit seiner frühen Welpenzeit gut sozialisiert ist. Welpen sollten nicht scheu oder aggressiv sein. Sei misstrauisch, wenn die Eltern des Welpen nicht zulassen, dass Du dich ihnen näherst, sie dabei weglaufen oder knurren.

Sobald Du dich für einen Welpen entschieden hast, solltest Du bereits am ersten Tag mit dem Training Deines Welpens beginnen. Schon mit acht Wochen kann er alles aufsaugen, was man ihm beibringen kann. Warte nicht, bis er sechs Monate alt ist, um mit dem Training anzufangen. Anonsten kann es passieren, dass Du einen eigensinnigeren Hund heranzüchtest, mit dem Du eine Menge Arbeit haben wirst.

Wenn möglich, bringe ihn in einen Welpenkindergarten, wenn er 10 bis 12 Wochen alt ist. Hier kann er die ersten sozialen Kontakte knüpfen. Viele Tierärzte empfehlen begrenzten Kontakt mit anderen Hunden, bis die Welpenimpfung (einschließlich Tollwut, Staupe und Parvovirus) abgeschlossen ist. Anstelle einer formalen Ausbildung kannst Du Deinen Welpen bis dahin auch zu Hause trainieren.

Äußeres Erscheinungsbild

Die Fellstruktur des Schnoodles kann von seidig über glatt bis hin zu dicht gewellt reichen.  Seidiges, gewelltes Fell ist am häufigsten anzutreffen. Grundsätzlich ist das Fell des Schnoodles sehr pflegeleicht. Schwarz, Schwarz mit weißen Abzeichen, Grau und Silber sind die häufigsten Fellfarben.

Schnoodles haben in der Regel einen relativ quadratischen Körper mit einem geraden Rücken. Die Hunde tragen ihre Schwänze aufrecht oder  in der Luft, wenn sie aktiv und glücklich sind. Wenn die Hunde nervös oder traurig sind, legen sie ihre Schwänze wie auch andere Hunderassen eng an. Der Kopf ist mittelbreit und verengt sich zur Schnauze hin.

Die Schnauze ist üblicherweise etwas kleiner als der Kopfansatz, aber nicht so schmal wie die Schnauze eines Pudels. Die Augen sind mittelgroß, rund oder oval und dunkelbraun. Die mittelgroßen Ohren falten sich in V-Form über die Ohren. Die Zähne weisen ein Scherengebiss auf. Grundsätzlich haben die Hunde einen wachsamen allgemeinen Ausdruck.

Optimale Haltungsbedingungen des Schnoodle

Obwohl die Energie des Schnoodle von den Eltern vererbt wird und daher variabel ist, solltest Du Deinen Hund  pro Tag ca. 30 bis 60 Minuten trainieren. Einige benötigen weniger Aktivität und andere mehr. Schnoodles geniessen Spaziergänge und sind gute Jogging-Begleiter.

Schnoodles können sich an eine Vielzahl von Wohnungsumgebungen anpassen. Ein Miniaturschnoodle wird in einer Wohnung gut klar kommen, während größere Artgenossen mit einer Wohnung vielleicht schon Probleme haben könnten. Am besten geeignet für den Schnoodle ist ein Haus mit einem eingezäunten Garten. Ein Schnoodle sollte auf keinen Fall im Freien oder in einem Zwinger leben. Er ist ein Begleithund und fühlt sich nur wohl, wenn er mit seinem Besitzer im Haus ist.

Schnoodles können unter Trennungsangst leiden, wenn sie lange Zeit allein gelassen werden. Dies kann zu bellenden und zerstörerischen Verhaltensweisen führen. Schnoodles sind keine laute Rasse, aber wenn sie sich langweilen oder lange Zeit allein gelassen werden, können sie die Gewohnheit anfangen. Und wenn diese Gewohnheit erst einmal begonnen hat, kann es sehr schwierig sein, sie wieder zu stoppen.

Gefüttert werden sollte ein circa 20 Pfund schwerer Schnoodle in der gängigsten Größe  mit 3/4 einer Tasse (bis zu einer ganzen Tasse)  hochwertiger Trockennahrung . Natürlich musst Du weniger füttern, wenn er kleiner ist, und wesentlich mehr, wenn ein Riesenschnauzer zu den Eltern gehört. Erkundige Dich im Idealfall bei Deinem Tierarzt, wenn Du nicht sicher bist, wie viel Futter der Hund benötigt.

Schnoodles sind ausgezeichnete Familienhaustiere und sie lieben es, mit Kindern zu spielen und im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen. Natürlich müssen alle Welpen trotzdem mit Kindern sozialisiert werden, damit sie sich wohl fühlen. Wie bei jeder Rasse solltest Du Deinen Kindern immer zeigen, wie man Hunde anspricht und anfasst.

Natürlich sollten alle Interaktionen zwischen Hunden und Kleinkindern beaufsichtigt werden, um jegliches Beißen oder Ohren- bzw. Schwanzziehen von beiden Seiten zu verhindern. Bringe Deinem Kind auf jeden Fall bei, sich niemals einem Hund zu nähern, während er isst oder schläft. Kein Hund, egal wie freundlich er ist, sollte jemals unbeaufsichtigt mit einem Kind zurückgelassen werden.

Pflegeaufwand des Schnoodles

Schnoodles können verschiedene Arten von Fell haben, das von lockig bis glatt oder drahtig reichen kann, je nachdem, welche Gene sie geerbt haben. Die meisten Schnoodles haben jedoch ein lockiges oder gewelltes Fell. Das Fell des Schnoddle sollte alle vier bis sechs Wochen professionell gefplegt werden. Gebürstet, gekämmt und gewaschen werden sollte das Fell alle paar Tage, um Verfilzungen vorzubeugen.

Schnoodles gehören zu den Rassen, die unter ihren Augen häufig rotbraune Tränenflecken entwickeln. Am besten wäscht Du das Gesicht täglich und wischt es vorsichtig unter den Augen ab, um Flecken zu vermeiden. 

Den Intimbereich des Schnoddles solltest Du aus Gründen der Sauberkeit trimmen oder den Unterbauch rasieren lassen. Dadurch wird verhindert, dass Urin das Fell verfärbt und Kot im Haar um den After herum hängen bleibt.

Außerdem sollten die Nägel jede Woche oder jede zweite Woche geschnitten werden, die Ohren sauber und trocken gehalten werden sowie die Zähne regelmäßig geputzt werden (wenn möglich täglich mit einer tierärztlich zugelassenen Zahnpasta). Kleine Hunde sind besonders anfällig für Parodontose. Beginn mit der Pflege Deines Schnoodles, während er ein Welpe ist. So lernt er es, freiwillig zu akzeptieren.

Typische Krankheitsbilder des Schnoddles

Alle Hunde, egal ob gekreuzt oder reinrassig, können bestimmte Krankheiten erben.  Vielleicht hast Du schon mal gehört, dass Mischlinge tendenziell gesünder sind als reinrassige Hunde. Das ist nicht unbedingt der Fall. Eine seriöse Züchterin wird ehrlich und offen über gesundheitliche Probleme beim Schnoodle sprechen und Einschätzung über die Häufigkeit verschiedener Krankheiten in der Linie geben können.

Grundsätzlich sind Schnoodles anfällig für die gesundheitlichen Probleme des Zwergschnauzers und des Zwergpudels. Trotzdem besteht durchaus die Möglichkeit, dass die genetische Vielfalt, die durch das Mischen von zwei Rassen eingeführt wird, die Chancen für bestimmte Erbkrankheiten verringert. Die Vielfalt der genetischen Variation macht es schwierig, dies für einen Mischlingshund vorherzusagen. 

Nicht alle Erbkrankheiten sind bei einem heranwachsenden Welpen nachweisbar und es ist schwer vorherzusagen, ob ein Tier ein Leben lang von diesen Krankheiten befreit sein wird. Grundsätzlich sollte der Züchter in der Lage sein, eine unabhängige Bescheinigung vorzulegen, die beweist, dass die Eltern des Hundes (und die Großeltern usw.) auf genetische Defekte untersucht wurden und als geeeignet für die Zucht eingestuft wurden.

Im Zweifelfall solltest Du keinen Welpen von einem Züchter kaufen, der diese schriftliche Dokumentation nicht zur Verfügung stellen kann,. Wenn der Züchter Dir sagt, dass er diese Tests nicht machen muss, weil er nie Probleme in seinen Linien hatte, ihre Hunde vom Tierarzt untersucht wurden oder andere Ausreden, solltest Du im Zweifalsfall einen anderen Züchter aufsuchen. Teilweise handelt es sich dabei um verantwortungslose Züchter, die bei der genetischen Untersuchung ihrer Zucht gespart haben.

Denke daran, dass Du Dein neues Familienmitglied vor der gefährlichen Krankheit selber schützen kannst: Fettleibigkeit. Einen Schnoodle durch regelmäßigen Auslauf und andere Aktivitäten fit und auf einem angemessenen Gewicht zu halten, ist eine der einfachsten Möglichkeiten, sein Leben zu verlängern.

Geschichte des Schnoodles

Seit Jahrtausenden kreuzen Menschen Hundearten, um ein bestimmtes Aussehen, Temperament oder Arbeitsvermögen zu erlangen. So haben viele bekannte Rassen wie Leonberger, Affenpinscher oder Australian Shepherd ihren Anfang genommen.

Das einmalige Kreuzen von zwei Rassen macht noch lange keine neue Rasse. Eine Rasse ist eine Gruppe von Tieren, die durch Abstammung von den gemeinsamen Vorfahren verwandt sind. Sie sind in den meisten Merkmalen sichtlich ähnlich. Um ein einheitliches Aussehen, Größe und Temperament zu erreichen, müssen Züchter die Welpen über mehrere Generationen hinweg züchten.

Kreuzungen wie der Schnoodle sind seit jeher gezüchtet worden, sind aber in den letzten zehn bis zwanzig Jahren besonders beliebt geworden. Heutzutage suchen Menschen immer häufiger Hunde, die sich vom alltäglichen Zwergschnauzer oder Pudel unterscheiden oder von denen sie glauben, dass sie bestimmte Eigenschaften haben werden. Zum Beispiel wird oft (fälschlicherweise) behauptet, dass Kreuzungen weniger gesundheitliche Probleme haben oder die besten Eigenschaften jeder Rasse tragen.

Genetische Merkmale prägen sich jedoch ohne vorhersehbares Muster aus, sodass es keine Garantie gibt, dass Du das Beste aus jeder Rasse bekommen. Egal, welche Rasse oder Mischung er hat, ein einzelner Hund kann mehr oder weniger allergen oder intelligent oder gesund sein. Grundsätzlich solltest Du Deinen Hund für das lieben, was er ist: ein einzigartiger, besonderer und liebevoller Begleiter.